Recep-Tayyip-Erdogan

Spiegel: Die Lage am Freitag

Die Lage am Freitag

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie Ihren Job aus der Sicht Ihres Vorgesetzten zu gut machen, kann das gefährlich für Sie werden – das muss nun auch der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu erfahren. Er war es, der mit Angela Merkel den Flüchtlingsdeal aushandelte und den die Europäer als vergleichsweise kooperativen Gesprächspartner lobten. Doch Premier Davutoglu, eigentlich eine eher schwache Figur, ist dem Präsidenten nun zu unbequem und wohl auch zu erfolgreich geworden. Unter anderem war er nicht ganz so erpicht darauf, die Türkei in ein Präsidialregime umzubauen, wie Recep Tayyip Erdogan sich das wünscht. Nun muss Davutoglu also gehen.

Wer wird ihn ersetzen? Sicherlich ein treuer Diener Erdogans. Was bedeutet das für den Flüchtlingsdeal mit der EU? Das ist ungewiss. Aber es ist bekannt, dass der Präsident dem Abkommen eher skeptisch gegenübersteht. Merkel muss ab sofort wieder mit dem alleinigen Chef dealen: Erdogan. Leichter wird es sicher nicht.

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