Bei einer Versteigerung in Paris hat ein Sammler einen siebenstelligen Betrag für eine Originalzeichnung des belgischen Zeichners Hergé bezahlt. Dessen Comics werden auf dem Kunstmarkt immer höher gehandelt.
© AFP Eine Zeichnung Hergés, die bei einer früheren Auktion versteigert worden ist.
Der Artcurial-Experte Eric Leroy sprach von einem „hervorragenden Ergebnis“. Im Oktober hatte ein Sammler für eine Doppelseite aus demselben Band bei einer Auktion bei Sotheby’s in Paris sogar mehr als 1,5 Millionen Euro gezahlt.
Bei dem Comic „König Ottokars Zepter“ handelt es sich um das achte Abenteuer des Reporters und seines kleinen Hundes.
Der Band wurde 1939 veröffentlicht. Tim verhindert darin den Sturz des Königs eines fiktiven osteuropäischen Landes, das von einem Nachbarland bedroht wird – was als Kritik Hergés an Nazi-Deutschland verstanden wird.
Auf dem Kunstmarkt wurden „Tim und Struppi“-Comics zuletzt zu immer höheren Preisen gehandelt. 2014 zahlte ein Sammler 2,65 Millionen Euro für die von Hergé gezeichneten Titelseiten der zwischen 1937 und 1958 veröffentlichten Bände.
Quelle: FAZ online
01.05.2016