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Tunnel der Superlative und des technischen Fortschritts

von Alois FEUSI, Neue Zuericher Zeitung, 

Der Gotthardbasistunnel steht als Bauwerk für präzise und kluge Planung, technische Brillanz und hohe Effizienz. Tunnelbauer und Ausrüster haben dafür zum Teil neue Techniken entwickelt.

 

Grosser Aufwand – imposantes Resultat: Der Gotthardbasistunnel ist in vielerlei Hinsicht ein Tunnel der Superlative. (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)
Grosser Aufwand – imposantes Resultat: Der Gotthardbasistunnel ist in vielerlei Hinsicht ein Tunnel der Superlative. (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)

Weltweit einmalige 57 Kilometer Länge. Eine maximale Felsüberlagerung von 2300 Metern. Ein Tunnelsystem, das inklusive sämtlicher 146 Querschläge sowie der Verbindungs- und Zugangsstollen mehr als 152 Kilometer misst. 3200 Kilometer Kabel für die Stromversorgung und weitere 2600 Kilometer für die Datenübertragung. 250 Trafostationen. 2 Lüftungszentralen am Schachtkopf in Sedrun und beim Portal des Zugangsstollens Faido sowie insgesamt 24 Strahlventilatoren in Portalnähe. 2860 Tragwerke für die Fahrleitungen. 400 Kilometer Schienen. 480 000 Betonschwellblöcke für die feste sowie 90 000 Betonschwellen für die Schotterfahrbahn: Die Aufzählung der Superlative im Zusammenhang mit dem Gotthardbasistunnel liesse sich fast beliebig fortsetzen.

Kluge Materialbewirtschaftung

An technischen Pionierleistungen mangelt es gleichfalls nicht. Eine davon ist die Verarbeitung von grossen Mengen der 28,2 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial direkt vor Ort zu Beton. Man habe rund 10 Millionen Franken in die Forschung für die Materialbewirtschaftung investiert, erklärt der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsleitung der Alptransit Gotthard AG (ATG), Peter Zbinden. Auch die sechs künstlichen Inseln in den Flachwasserzonen im Urnersee vor Flüelen, die mit 3,3 Millionen Tonnen Ausbruch aus Amsteg aufgeschüttet wurden, waren Teil des Materialbewirtschaftungskonzepts der ATG. Verantwortlich für das Projekt war die Urner Regierung, die ATG transportierte das Gestein und finanzierte die Aufschüttung. «Planung und Bauleitung kosteten den Kanton nichts, und für uns waren die Aufschüttungen günstiger, als mit dem Material zur Deponie nach Weiach zu fahren», hält Zbinden fest.

(Abkuerzung)

Source: NZZ, 1.06.2016

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